Verwundert sind die nordhessischen Jusos über die Jammerei vom noch amtierenden CDU-Ministerpräsidenten Roland Koch über sein angeblich zu niedriges Gehalt. „Dann kann er doch kündigen und seinen Arbeitgeber wechseln, wenn ihm sein Gehalt nicht gefällt,“ schlägt der Bezirksvorsitzende der nordhessischen Jusos, Tim Schmuch vor.
„Aber wahrscheinlich geht es schneller als Koch glaubt. Denn am 27. Januar ist Landtagswahl. Da ist es wahrscheinlich, dass Kochs Vertrag von den Wählerinnen und Wählern nicht verlängert wird,“ meint Schmuch. Koch werde aber bei seinen Freunden aus der Wirtschaft bestimmt einen neuen Job finden, sind sich die Jusos sicher.
„Der hat denen doch in den vergangenen Jahren durch seine Politik viel Geld in die Kassen gespült. Ein aktuelles Beispiel dafür ist der Mindestlohn, den gerade Koch und seine CDU bekämpfen,“ empört sich Schmuch, und weiter: „Wenn Koch meint, dass man von rund 170.000 € im Jahr nicht leben kann, sollte er mal die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in diesem Land fragen. Von dem Leben derjenigen, die nicht einmal den von der SPD geforderten gesetzlichen Mindestlohn von 7,50 € für tägliche harte Arbeit erhalten, hat die CDU eh’ keine Ahnung. Koch und seine CDU haben jeglichen Bezug zur Wirklichkeit verloren.“
Der noch amtierende CDU-Ministerpräsident Koch hatte sich öffentlich in der Zeitung darüber beklagt, dass führende Politiker im Vergleich zu Verwaltungsdirektoren von Kliniken oder Sparkassendirektoren zu wenig Geld verdienten. „Aber als Sparkassendirektor kommt Roland Koch ja nach der Schwarzgeldaffäre wohl kaum in Frage,“ schließen die Jusos.